

Die Schale bekommt ihre Zeit
Angenommen, du sitzt in einem Töpferkurs. Deine Schale ist noch ein wenig schief, aber du möchtest sie fertig machen, statt gleich etwas Neues anzufangen. Du glättest den Rand und überlegst, welche Glasur sich später unter den Fingern angenehm anfühlt.
So lässt sich diese astrologische Kombination im Kleinen vorstellen: Der Steinbock möchte etwas ordentlich zu Ende bringen, der Stier-Aszendent gibt dem Ganzen Ruhe und Sinnlichkeit mit. Die Schale muss keinen Wettbewerb gewinnen. Benutzbar und schön wäre schon fein.
Was Sonne und Horizont damit zu tun haben
Welches Sternzeichen du hast, bestimmt die Stellung der Sonne bei deiner Geburt. Als Aszendent bezeichnet man das Tierkreiszeichen, das zur selben Zeit an deinem Geburtsort am östlichen Horizont aufging. Astrologisch schreibt man dem Sternzeichen grundlegende Eigenschaften zu. Der Aszendent steht unter anderem dafür, wie du Kontakt aufnimmst und zunächst auf andere wirkst.
Beim Steinbock gehören Verantwortungsgefühl, Besonnenheit und Ausdauer zum traditionellen Bild. Mit Aszendent Stier kommt ein geduldiges, beständiges Auftreten hinzu, verbunden mit Freude am Genuss. Vielleicht findest du dich darin teilweise wieder. Mehr als ein Deutungsangebot ist es nicht.
Vertrautheit braucht auch Worte
Deine Zuneigung könnte sich darin zeigen, dass auf dich Verlass ist. Wenn du Unterstützung zugesagt hast, kommst du. Du besorgst die Lieblingsmarmelade mit oder nimmst dir Zeit, obwohl ein Gespräch keinen praktischen Zweck erfüllt.
Dabei kann das Kümmern manchmal leichter fallen als ein offener Satz über deine Gefühle. „Du fehlst mir“ sagt jedoch etwas anderes als ein gefüllter Kühlschrank. Frag ruhig: „Möchtest du, dass ich dir etwas abnehme, oder soll ich einfach bei dir bleiben?“ Und erzähle auch, was du selbst brauchst.
Beharrlichkeit hat eine bewegliche Seite
Die Stärke liegt im ruhigen Aufbau: Du kannst an einer Aufgabe bleiben, auch wenn sie nach dem ersten Versuch noch nicht gelingt. Steinbock-Ausdauer bekommt durch die Stier-Geduld ein gleichmäßiges Tempo. So wächst etwas Verlässliches, ohne dass ständig ein neuer Anlauf nötig ist.
Dieselbe Verbindung kann allerdings dazu führen, dass du zu lange auf die bisherige Methode setzt. Du fühlst dich zuständig und machst weiter, obwohl du längst erschöpft vom vielen Erledigen bist. Für Erholung und Gefühle bleibt dann nur das berühmte Später. Ein kleiner Versuch hilft eher als ein radikaler Neustart: eine Zuständigkeit teilen, einen Ablauf ändern und schauen, was dadurch leichter wird.
Nicht erst nach der letzten Aufgabe
Du musst dir angenehme Stunden nicht durch ununterbrochene Leistung verdienen. Auch ein Gespräch über deine Gefühle darf stattfinden, bevor alles erledigt ist. Die Schale aus dem Kurs kann später auf dem Tisch stehen und dich daran erinnern: Sorgfalt ist schön. Das Leben darin auch. Beides bekommt Platz, wenn du nicht allein für alles verantwortlich bleibst.



