

Ein guter Auftritt ist noch kein offenes Buch
Angenommen, bei der Arbeit wird eine neue Kollegin begrüßt. Du kommst rasch mit ihr ins Gespräch, erzählst eine lustige Begebenheit und traust ihr die erste Aufgabe zu. Als sie dich nach einem privaten Thema fragt, hältst du kurz inne. Freundlich sein heißt schließlich nicht, gleich die eigene Lebensgeschichte auszupacken.
So lässt sich Löwe mit Aszendent Skorpion im Alltag vorstellen: herzlich präsent, aber bei persönlichem Vertrauen durchaus wählerisch.
Was Sonne und Horizont damit zu tun haben
Welches Sternzeichen du hast, richtet sich nach der Sonnenstellung bei deiner Geburt. Dein Aszendent ist jenes Tierkreiszeichen, das damals an deinem Geburtsort am östlichen Horizont aufging.
Dem Sternzeichen ordnet die Astrologie grundlegende Eigenschaften zu. Zum Löwen gehören traditionell Herzlichkeit, Ausdruckskraft und Selbstvertrauen. Der Aszendent beschreibt unter anderem das Zugehen auf Menschen und den ersten Eindruck. Mit Skorpion werden dabei Intensität, Ausdauer und das Bedürfnis nach Tiefe verbunden.
Daraus ergibt sich eine interessante Mischung: Du möchtest dich zeigen, ohne jedem sofort Einblick zu geben. Ein lebendiges Auftreten und vorsichtig wachsendes Vertrauen schließen einander nicht aus. Vielleicht findest du dich darin wieder; die Deutung schreibt dir nichts vor.
Sag lieber, was dir wichtig ist
Zuneigung kann bei dieser Kombination deutlich spürbar sein. Du zeigst, dass du stolz auf einen geliebten Menschen bist, und weichst einem ehrlichen, schwierigen Gespräch nicht gleich aus. Verbundenheit soll auch dann tragen, wenn gerade niemand glänzt.
Allerdings kann aus dem Wunsch nach Wertschätzung eine stille Erwartung werden: Das müsste mein Gegenüber doch merken. Verständlicher wäre: „Ich wünsche mir, dass du meine Mühe siehst.“ Frage auch nach der anderen Seite: „Was würde dir jetzt guttun?“ Nähe muss keine Prüfung im Gedankenlesen sein.
Ermutigung mit langem Atem
Wenn die neue Kollegin an einer Aufgabe zweifelt, können sich beide Seiten gut ergänzen. Dein Zutrauen ermutigt sie; deine Beharrlichkeit hilft, gemeinsam an einer schwierigen Stelle dranzubleiben. Du lieferst nicht nur den Startapplaus.
Bleibt umgekehrt deine eigene Leistung unbeachtet, kann es innerlich eng werden. Vielleicht deutest du eine kurze Antwort als Geringschätzung, möchtest jede Reaktion überprüfen und trägst eine Kränkung weiter mit dir. Während du selbst nach Gehör suchst, geht womöglich ein leiser Beitrag unter.
Unterbrich diese Schleife durch Nachfragen statt Vermuten: „War das kritisch gemeint?“ Höre die Antwort an, ohne schon die nächste Verteidigung vorzubereiten.
Vertrauen lässt sich nicht festhalten
Du darfst herzlich auf Menschen zugehen und trotzdem entscheiden, wann du Persönliches erzählst. Ebenso darfst du Anerkennung wünschen und das offen aussprechen.
Gib anderen Raum, auch anders zu reagieren als erwartet. Was ehrlich geklärt wurde, braucht nicht ständig eine neue Kontrolle. Vielleicht beginnt Vertrauen mit der neuen Kollegin gerade dort, wo du einmal weniger erzählst und ihr genauer zuhörst.



