

Eine Idee bekommt eine Chance
Angenommen, eine Kollegin zeigt dir in der Arbeit einen ungewöhnlichen Entwurf. Bevor sie ihn wieder vom Bildschirm nimmt, sagst du: „Warte, das hat etwas. Zeig mir, wie du darauf gekommen bist.“ Schon sprecht ihr darüber, was sich damit ausprobieren ließe. Aus ihrer vorsichtigen Erklärung wird allmählich ein lebendiges Gespräch.
Diese Szene passt zur astrologischen Verbindung von Löwe und Aszendent Schütze. Da ist Freude am sichtbaren Ausdruck, aber auch die Bereitschaft, über das Gewohnte hinauszudenken. Ein erster Versuch braucht schließlich nicht gleich einen Festakt.
Was Sonne und Horizont erzählen
Welches Sternzeichen du hast, richtet sich nach der Stellung der Sonne bei deiner Geburt. Dein Aszendent ist das Tierkreiszeichen, das zu genau dieser Zeit an deinem Geburtsort am östlichen Horizont aufging.
Die Astrologie schreibt dem Sternzeichen grundlegende Eigenschaften zu. Den Aszendenten verbindet sie unter anderem mit dem ersten Eindruck und deiner Art, auf Menschen zuzugehen.
Beim Löwen gehören Herzlichkeit, Selbstvertrauen und Ausdruckskraft zur traditionellen Deutung. Der Schütze-Aszendent bringt darin ein offenes, zuversichtliches und entdeckungsfreudiges Auftreten hinzu. Sich selbst einzubringen und neue Möglichkeiten zu suchen, kann so zusammengehören. Das ist ein Deutungsangebot, keine Festlegung darauf, wie du sein musst.
Zuwendung braucht auch eine Pause
Vielleicht zeigst du Liebe gern unverkennbar: mit einem warmen Lob, ehrlicher Freude über einen gelungenen Schritt oder dem Vorschlag, gemeinsam etwas Neues kennenzulernen. Du möchtest deinem Gegenüber etwas zutrauen, statt es vorsorglich kleinzuhalten.
Manchmal braucht ein naher Mensch allerdings weder Ansporn noch eine neue Idee, sondern Zeit zum Erzählen. „Möchtest du erst sagen, was du dir selbst wünschst?“ schafft dafür Raum. Auch eine ehrliche Rückmeldung darf freundlich sein. Offenheit verliert nichts, wenn du kurz überlegst, wie deine Worte ankommen könnten.
Wenn der Schwung schneller ist als der Blick
Wärme und Zuversicht können gemeinsam viel bewirken. Du nimmst einer ungewohnten Idee etwas von ihrem Schrecken und ermutigst jemanden, sie auszuprobieren. Dafür muss das Ergebnis noch nicht perfekt sein.
Die Kehrseite zeigt sich, wenn deine Begeisterung unbedingt Beifall bekommen soll. Dann redest du womöglich über einen zurückhaltenden Einwand hinweg. Aus „Das versuchen wir“ wird rasch „Ich übernehme das alles“, obwohl wichtige Einzelheiten ungeklärt sind. Und ein allzu direkter Kommentar kann die Kollegin bremsen, die du gerade bestärken wolltest.
Vor einer Zusage helfen zwei Fragen: Was ist tatsächlich machbar, und wer wurde noch nicht gehört? Lieber einen klar begrenzten Teil verlässlich übernehmen, als im Überschwang mehr anzukündigen, als du leisten kannst.
Ermutigen statt Zustimmung einsammeln
Dein eigener Ausdruck darf Platz haben, ohne dass alle begeistert nicken müssen. Vielleicht wird aus dem Entwurf etwas, vielleicht bleibt er ein Versuch. Wenn die Kollegin sich ernst genommen fühlt und selbst weiterentscheidet, hat deine Zuversicht bereits etwas Gutes beigetragen.



