PARAPSYCHOLOGIE
Der
Begriff Parapsychologie wurde 1889 von dem deutschen Psychologen
Max Dessoir geprägt. Er bezeichnet alle Phänomene,
die nicht der wissenschaftlichen Psychologie zu geordnet werden
können. Der Begriff bezeichnet Erscheinungen, die aus dem
normalen Seelenleben heraustreten. Der Oberbegriff der Parapsycholgie „Psi“ ist
nach dem 23. Buchstaben des griechischen Alphabets benannt. Er
vereint mehrere Arten von übersinnlichen Fähigkeiten,
wie z.B.: die Psychokinese (das Bewegen von Gegenständen
durch Gedankenkraft), Telepathie (Gedankenübertragung),
Hellsehen (das „Sehen“ von Dingen, die niemanden
bekannt sein können) und die Präkognition (das Vorraussehen
von zukünftigen Ereignissen). Seit den 30-er Jahren beschäftigen
sich auch einige Universitäten mit der Parapsychologie.
Zur Zeit werden zwei Klassen von Laborexperimenten innerhalb
des Forschungsgebietes Parapsychologie durchgeführt. Zum
einen die sogenannten Schmidtmaschinenexperimente, bei denen
Versuchspersonen die Zerfallsrate eines radioaktiven Präparates
beeinflussen sollen, zum anderen die sogenannten Ganzfeldexperimente,
bei denen nach einem Beweis für Telepathie gesucht wird.
Dabei soll eine Versuchsperson, abgeschirmt jeglicher Sinneswahrnehmungen,
Informationen einer anderen Person empfangen. Die systematische
Reizdeprivation soll das „mentale Rauschen“ verringern
und die Versuchsperson für schwächere, außersinnliche
Stimuli empfänglich machen. Nach einer Analyse von Bem und
Honorton aus dem Jahre 1994 erreichte der Versuch eine Trefferquote
von über 32%. In diesen Versuchen der Parapsychologie gelang
es Menschen mittels mentaler Telepathie Bilder zu empfangen,
die von einem entfernten Ort aus übertragen wurden. Es
gibt jedoch gegenüber der Parapsycholgie auch viele kritische
Stimmen, die darin Zufallsphänomene oder Versuchsanordnungsfehler
sehen. Während viele Wissenschaftler auf der Suche nach
natürlichen Erklärungen sind und damit die Welt des
okkulten nicht anerkennen, beschäftigen sich andere weiter
mit der Parapsychologie.
Wesentliche Experimente zur Parapsychologie begannen Anfang
der 70- er Jahre in den Elektronik- und Bioengineering-Labors
des Stanford Research Institutes. Leiter waren die Psychologen
Russell Targ und Harold Puthoff. Die ersten Experimente brachten
aufsehen erregende Ergebnisse. Die Fernwahrnehmungsexperimente
von Targ und Puthoff wurden vom Militär und vom Geheimdienst
aufgegriffen und weiter entwickelt. Das Remote Viewing hat sich
Berichten zufolge wiederholt als praktikabel erwiesen.
Fernwahrnehmer sind überzeugt, an jegliche Informationen
zu kommen. Sie geben an, mit ihrem Geist nicht den Körper
zu verlassen, sondern die Wahrnehmungen auf mentaler Ebene zu
erlangen. Der Geist ist von den physikalischen Gesetzen von Raum
und Zeit unabhängig und so werden sich sehr wahrscheinlich
diese Phänomene der Parapsychologie mit der Physik nicht
erklären lassen. Es muss eine Kraft existieren, die jenseits
der physikalisch bekannten Kräfte liegt. Man kann zwar nicht
sicher sein, wie viel man von den Berichten glauben kann, doch
sind diese Phänomene der Parapsychologie existent und mit
den üblichen naturwissenschaftlichen Modellen nicht zu erklären.
Welche Kräfte dahinter stecken, kann man nur vermuten. Einige
vermuten dahinter okkulte, andere psychische Kräfte. Was
auch immer dahinter steht, Fernwahrnehmung existiert und ist
eine der größten Rätsel der Menschheit.
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